Mittwoch, 3. April 2013

...And You Will KNow Us By The Trail Of Dead

...And You Will Know Us By The Trail Of Dead / Ribozyme

01.04.13 Zakk, Düsseldorf

Düsseldorf präsentierte sich am 1. April als Gitarrenhauptstadt NRWs. In der Philipshalle, die man nicht nur mit einem Mitsubishi anfahren kann, spielten The Gaslight Anthem und hatten zudem mit Apologies I Have None und den Japandroids zwei erstklassige Vorgruppen am Start. Dennoch fiel die Entscheidung zu Gunsten des kleineren und gemütlicheren Zakk und ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead, nachdem sie letztes Jahr im Grammatikoff schon überzeugt hatten.
Auch Trail Of Dead boten zwei Support Acts auf, die jedoch bei der Wahl des zu besuchenden Konzerts keine Rolle spielten. The Coathangers hatte ich vor zwei Jahren schon einmal mit den Thermals gesehen und da hatten sie mich ziemlich genervt. Insofern war ich nicht besonders enttäuscht, dass sie bereits gegen halb acht, trotz angekündigten Konzertanfangs für 20 Uhr, begonnen hatten, so dass ich sie verpasste. Dafür bekamen wir den Auftritt des norwegischen Trios Ribozyme komplett mit.

Ribozyme

Die drei scheinen reichlich Alice In Chains gehört zu haben, denn vor allem beim Gesang versuchten sie sehr oft, diese kehlige Dramatik rauszupressen, was leider nicht recht zu dem doch recht straighten Alternative-Rock passte. Wurde Tempo rausgenommen, klang es gut, doch wirkte dann der sehr gute Drummer unterfordert, denn seine Stärke waren definitiv die schnellen Passagen mit Double-Bass-Einsatz. Insofern wirkte das Ganze etwas unausgegoren, aber letztlich nicht so schlecht, dass man sich gelangweilt hätte.

...And You Will Know Us By The Trail Of Dead

Letztes Jahr spielten Trail Of Dead in Duisburg ihr erstes Konzert der Tour, das Album war noch gar nicht erschienen und so hatte man trotz der begeisternden Spielfreude noch die Unsicherheit gemerkt. Ein halbes Jahr später ist die Maschine geölt und warm gelaufen. Von dem guten aktuellem Album Lost Songs sind zwar nur drei Songs im Set, aber der rockige Grundton bestimmte auch diesmal die Song-Auswahl, so waren So Divided und The Century Of Self überhaupt nicht vertreten. Schon mit Tao Of The Dead hatte sich ja dieser Kurswechsel angedeutet und wird scheinbar seitdem konsequent umgesetzt.


Zusätzlich schien der schottische Roadie noch mehr Sicherheit zu geben, denn er sorgte für reibungslose Instrumente-Wechsel, während der arme Kerl in Duisburg damals komplett überfordert wirkte und so für reichlich Unmut bei der Band gesorgt hatte. Bassist Autry Fulbright zog auch diesmal wieder das ganze Posen-Register inklusive eines Ausflugs ins Publikum, doch wirkte es diesmal viel natürlicher und spontaner.

...And You Will Know Us By The Trail Of Dead

Das Zakk war wohl auch wegen der parallel stattfindenden Konkurrenz in der Mitsubishi Electric Halle vielleicht gerade mal zur Hälfte gefüllt, doch dafür war das Publikum um so enthusiastischer und nutzte den Freiraum, um ausgelassen zu tanzen. Die Setlist enthielt keine Zugaben, scheinbar lässt sich die Band da von der Laune des Augenblicks leiten. Im Zakk war auf Grund des frenetischen Beifalls klar, dass sie noch einmal auf die Bühne kommen würden und taten das auch mit den zwei Klassikern Mistakes & Regrets und Richter Scale Madness, ehe nach gut 80 Minuten endgültig Schluss war und die Entscheidung, das intime Konzert dem Arenen-Rock vorzuziehen, nicht eine Sekunde bereut wurde.

Setlist Trail Of Dead

Setlist:
It Was There That I Saw You
Worlds Apart
Catatonic
Up To Infinity
Flower Card Games
Clair De Lune
Another Morning Stoner
Will You Smile Again?
Spiral Jetty
Weight Of The Sun (Or The Post-Modern Prometheus)
Aged Dolls
A Perfect Teenhood
Homage
Caterwaul
Totally Natural
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Mistakes & Regrets
Richter Scale Madness

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